Der Weihnachtsguide für emotionale Esser: In 3 Schritten zu mehr Gelassenheit

Spätestens seit der Eröffnung der Weihnachtsmarkt-Saison sollte auch dem größten Weihnachtsmuffel klar sein: Weihnachten, das Fest der Liebe, rückt immer näher. Dabei fing der Hype um die fünfte Jahreszeit eigentlich schon vor Monaten an. Lebkuchen und Schokoladennikoläuse belagern nämlich bereits seit dem Spätsommer die Supermarktregale. Was bei den einen Freudenjubel auslöst, treibt bei anderen jedoch schnell Angstschweiß auf die Stirn. Insbesondere emotionale Esser fürchten die Wochen um Heiligabend nämlich aus vielerlei Gründen. 

Die Adventszeit ist der Inbegriff der Versuchungen. Wochen der Schlemmerei, die zur wahren Geduldsprobe werden können. Zu keiner anderen Zeit des Jahres werden wir so häufig mit dem Thema Essen konfrontiert, wie zur Weihnachtszeit.

Eigentlich kein Wunder, schließlich ziehen uns die Fressbuden der Weihnachtsmärkte mindestens genauso stark in den Bann wie sämtliche Plätzchenteller, denen wir überall begegnen. Es scheint gar unmöglich all den Leckereien aus dem Weg zu gehen. Dabei sind es bei Weitem nicht nur die zahllosen Verlockungen, die die Weihnachtszeit für einige Menschen zum Albtraum werden lassen.

Essen in Gesellschaft bedeutet für viele Betroffene des emotionalen Hungers zusätzlichen Stress, der alte Verhaltensweisen triggern kann.  

Egal ob Weihnachtsfeiern mit Kollegen oder der Adventskaffee bei Freunden: Die meisten Zusammenkünfte in der Weihnachtszeit haben einen ganz bestimmten Fokus, nämlich den des gemeinsamen Schlemmens

Doch gerade unter Beobachtung fühlen wir uns schnell unter Druck gesetzt, richtig zu essen. Wir versuchen uns anzupassen, essen dem sozialen Gefüge zuliebe und bemerken dabei häufig nicht, dass wir die wahren Bedürfnisse des Körpers komplett aus den Augen verlieren.  

Hat es vor kurzem noch geklappt, die guten Vorsätze in Taten umzusetzen und nach den Signalen des Körpers zu essen, so kann das in der Weihnachtszeit ganz schnell umschlagen. Essanfälle häufen sich gerne infolge zu häufiger Sünden und somit stellt sich jedes Jahr aufs Neue die Frage, wie sich die Weihnachtszeit unbeschadet überstehen lässt, ohne bei dem Anblick eines jeden Plätzchens gleich in Panik zu verfallen? 

Folgende Schritte und Tipps werden dir dabei helfen, dieses Jahr die Ruhe zu bewahren: 

Schritt 1: Wappne dich mit dem richtigen Mindset

Mach Weihnachten nicht zu deinem Feind. Bereite dich lieber vielmehr mental darauf vor, dass diese Zeit ein wenig anstrengender werden könnte als der Rest des Jahres. Halte dir stets vor Augen: Weihnachten ist eine Phase, kein Dauerzustand. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besinnliche Zeit eine Frage der Einstellung und Herangehensweise ist. 

>> Tipp: Überfliege gedanklich die gesamte Adventszeit und überlege dir, welche Hürden es zu nehmen gilt. Gibt es Tage, Treffen mit XY oder Ereignisse, die dir zu schaffen machen? Versuch besonders anstrengende Termine nicht zu eng zu takten, sondern lass dir stets ausreichend Zeit, dich wieder zu erholen. Wer hat schon Spaß daran 5 Tage in Folge auf den Weihnachtsmarkt zu gehen? Kommuniziere deine Bedürfnisse mit deinem Umfeld und sag auch mal nein, wenn du das Gefühl hast, dass dich eine weitere Verabredung überfordern könnte. 

Schritt 2: Halte dich an deine Mahlzeiten und erlaube dir zu naschen 

Ein Plätzchen hier, ein Lebkuchen da, ständig werden wir zum Naschen verleitet. Ein typisches Verhalten, auf das wir all zu gerne mit restriktiven Maßnahmen antworten. Beispielsweise lassen wir das Abendessen aufgrund zu vieler Plätzchen ausfallen. Was sich zunächst wie eine logische Technik anhört, kann jedoch schnell ins Gegenteil umschlagen und zu weiteren Essattacken führen. 

>>Tipp: Sei klug und spare nicht am falschen Ende. Nähre deinen Körper und räume all deinen Hauptmahlzeiten höchste Priorität ein, egal wie viel du bereits gesnackt hast. Diese Struktur wird dir dabei helfen, einen Rahmen zu stecken, auf den sich dein Körper verlassen kann. Erlaube dir darüber hinaus jeden Tag zu naschen, denn Verbote führen lediglich dazu, dass dein Körper sich all die Leckereien in 10 facher Ausführung zurück holt. Dein Mantra für die Weihnachtszeit: Auch 1000 Plätzchen ersetzen keine Hauptmahlzeit!

Schritt 3: Vergib dir kleine und große Sünden und sei gut zu dir

Dreh den Spieß um und nutze die Weihnachtszeit, mit all ihren Versuchungen und betrachte jede deiner Sünden aus einem anderen Blickwinkel. Jedes Plätzchen zu viel ist eine Chance, dir selbst mit mehr Geduld und Akzeptanz zu begegnen. 

Learn how to forgive yourself – again and again and again – seven times, seventy-seven times, seven hundred seventy-seven times. Until you have forgiven yourself seventy-seven thousand seven hundred seventy-seven times. Then you will flower. – Osho

Der indische Gelehrte Osho bringt es wunderbar auf den Punkt: vergib dir, immer und immer wieder, erst dann wirst du aufblühen. Und was eignet sich da besser als jede Hürde im Dezember genau mit diesem Vorhaben zu beschreiten? 

>> Tipp: Vergib dir! Egal wie deine gefühlten „Ausrutscher“ aussehen. Es ist okay zu naschen und es ist auch okay mal zu viel zu naschen. Sei gut zu dir und übe dich in einem liebevollen Umgang mit dir selbst. Tausch dich mit engen Freunden über dieses Thema aus. Du wirst sehen, dass es den meisten Menschen in der Weihnachtszeit ähnlich geht, egal ob emotionaler Esser oder nicht. 

Du hast noch weitere Tipps parat, die dir geholfen haben, Frieden mit dem Thema Weihnachten zu schließen? Dann teile sie am besten gleich mit uns unten in den Kommentaren. 



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namastefranzi

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